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Geprüfte Qualität mit Inline CT und Q-Maps

|   2019

Bislang war eine 3-D CT-Untersuchung aufgrund der hohen Kosten durch lange Messzeiten im Herstellungsprozess oftmals nicht umsetzbar. Durch Neuentwicklungen im Bereich Artefaktkorrektur, Bildverarbeitung und Volumenberechnung bieten neue Anlagen jedoch die vollautomatische CT Prüfung größerer Objekte, wie eines Zylinderkurbelgehäuses in unter 60 s bei 800 μm Auflösung. Diese Technologien nutzt die BMB Gesellschaft für Materialprüfung mbH (BMB), Heilbronn, z. B. in ihrem begehbaren Computertomografen CT-3 Modular sowie an den aktuell vier Inline Standorten für das Prüfen von Bauteilen mit bis zu 2 m großem Kubus und 200 Kilogramm Gewicht.

Durch die direkte Einbindung der Prüfung in die Produktion kann eine hohe Flexibilität ermöglicht werden. In Situationen mit dringendem Handlungsbedarf, wie einer unerwartet hohen Rate von Bauteilen, die nicht dem Qualitätsstandard entsprechen (NIO-Rate), kann direkt reagiert werden. Zusätzlich wird die Bewältigung solch einer Situation durch die sofortige Abrufbarkeit der Entscheider (z.B. der QM-Abteilung) im Herstellerwerk stark vereinfacht.

Logistik-/Transport- und Personalkosten, die normalerweise für den Transport der Teile zwischen Herstellern und Dienstleistern zu Buche schlagen, entfallen vollständig. Hierdurch erreicht man im gleichen Zug die Reduktion des Umlaufvermögens in Form von Bauteilen, die nicht einfach in der Transportkette oder in Lagern „stillstehen”, sondern unmittelbar weiterverarbeitet werden können. Allerdings ist für den Einsatz einer Inline-CT eine zielgerichtete Form der Qualitätsdokumentation erforderlich.


Qualitätsdokumentation von morgen
 

Die Dokumentation ist zu einem der wichtigsten Bestandteile u. a. der Röntgenprüfung von Bauteilen geworden. Speziell bei Neuentwicklungen, Prototypen, Musterteilen, Neuanläufen, Formwechseln und für Stichproben bei Serienteilen stellt die Qualitätsüberprüfung/- aufnahme eine absolute Priorität dar, denn aus den gewonnenen Daten lassen sich eine Vielzahl von Bewertungen und Analysen ableiten.

Ein System für die Qualitätsdokumentation ist die BMB Quality Map (Q-Map), ein Excel-basiertes und auswertbares Dokumentationssystem, das vor einiger Zeit von der Porsche AG und BMB entwickelt wurde. Während der Bauteilprüfung werden Daten, wie z. B. die Position, Art oder die reelle Größe der Anzeige, direkt in die BMB Q-Map eingetragen. Mittels Hinterlegung der Spezifikationen erfolgt nach der Prüfung direkt eine Bewertung.
Durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Porsche AG und der BMB wurde die BMB Q-Map komplett überarbeitet. Das Eingabesystem erhielt ein übersichtlicheres Layout und wurde damit benutzerfreundlicher. Mit der überarbeiteten Q-Map war es der Porsche AG möglich, durch eine Übertragung der Daten in eine Bauteilsimulation den Einfl uss von Fehlstellen im Bauteil zu simulieren und so gravierende Mängel vorzeitig zu erkennen.


Zweite Version der Q-Map durch BMB
 

Inzwischen hat BMB ein systemunabhängiges, datenbankbasiertes Eingabesystem programmiert, welches weltweit zu jeder Zeit einsehbar ist (cloudbasiert). Hiermit stellt ein externer Datenzugriff und somit ein direkter Einblick in die Dokumentation kein Problem mehr dar und es öff nen sich neue Tore im Hinblick auf ortsunabhängige simultane Besprechungen zwischen den verschiedensten Standorten auch im Bereich des Qualitätsmanagements.

Der Zeitaufwand, auch für sehr umfangreiche Dokumentationen, wird mit diesem System deutlich reduziert. Knappe Ressourcen können somit wieder für die wichtigen Kernaufgaben im Unternehmen verwendet werden.

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